Braunschweiger Autor zu Gast an der Ricarda
Am 04.11.2019 kamen der Braunschweiger Autor Christian Sielaff und seine Illustratorin Tonia Wiatrowski im Rahmen der Braunschweiger Jugendbuchwoche zu uns an die Ricarda-Huch-Schule. Sie hielten jeweils eine Lesung in den Klassen 6b und 6d.
Mitgebracht hatten sie ihr „Braunschweigisches Sagenbuch“, aus denen sie uns interessante, lustige und manchmal auch wundersame Sagen vorlasen. Zu jeder Sage malte Tonia live ein Bild, was uns besonders beeindruckt hat.
Sagen sind damals entstanden, wenn die Bevölkerung versuchte, geografische Besonderheiten oder merkwürdige Ereignisse zu erklären. Ein Beispiel dafür stellten sie uns mit der Sage vor, die den Titel trug „Wie Braunschweig seinen Namen bekam“. Dort geht es um einen Reiter, der mit seinem Pferd vor einer namenlosen Stadt steht und um Einlass bittet. Als er hereintreten darf, bleibt sein Pferd mit einer Hufe in einem Erdloch stecken und fängt an zu wiehern. Daraufhin ruft der Reiter „Brauner, schweig!“. Die Stadtbewohner fanden die Geschichte so lustig, dass sie daraufhin ihre Stadt danach benannten, nämlich: Braunschweig.
Unsere Klassen fanden die Autorenlesung sehr gut. Wir hatten viel Spaß und zwei schöne Deutschstunden erlebt.
Jan Groeneveld Finalist des 37. Bundeswettbewerb Informatik
In drei Runden zum Ziel
Der 37. BwInf
Der Bundeswettbewerb Informatik, an dem seit 1980 jährlich über 1.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, besteht aus drei Runden und erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr. Beim 37. BwInf waren 1.682 Teilnehmende dabei, so viele wie seit 1992 nicht. Der Mädchenanteil erreichte mit 15 % den höchsten Wert der BwInf-Geschichte.
In den ersten beiden Runden hatten die Teilnehmenden teils umfangreiche Programme entwickelt. Bereits eine Teilnahme an der ersten Runde eröffnete die Chance zur Teilnahme an den attraktiven Workshops, die von Hochschulen und namhaften Unternehmen angeboten wurden. Hier sammelten die Nachwuchstalente wertvolle Praxiserfahrung und knüpften Kontakte.
Das Finale
Die besten 20 Teilnehmenden des 37. BwInf wurden zum Finale nach Walldorf eingeladen. „An zwei Tagen des Finales musste Jan im Team anspruchsvolle Aufgaben bearbeiten und die Lösungen allen Teilnehmern einer Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren. In Einzelgesprächen wurden Wissen, insbesondere aber auch die Problemlösungs-Kompetenz der Schülerinnen und Schüler geprüft. Hier hat Jan starke Leistungen gezeigt“, sagt Benjamin Sauerstein, der als Informatiklehrer Jan im Wettbewerb betreute.
Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit zwei komplexen Informatik-Anforderungen. In den ersten beiden Runden des bundesweiten Informatikwettbewerbs hatten die Jugendlichen den VIP-Status in sozialen Netzwerken berechnet und einer Langschläferin geholfen den Schulbus zu erreichen. In der Endrunde führten sie Gespräche mit hochkarätigen Experten und bearbeiteten unter Zeitdruck zwei Informatik-Probleme im Team. Die erste Aufgabe beschäftigte sich mit einer Augmented-Reality-App zur optimalen Ausnutzung von Plätzchenteig, die zweite mit effizienten Algorithmen für sich dynamisch verändernde Beziehungsstrukturen – wie etwa die Follower-Beziehungen in sozialen Netzwerken.
„Wir freuen uns, dass Jan in diesem anspruchsvollen Wettbewerb das Finale erreichen konnte. Darauf kann er schon stolz sein“, schwärmt Sauerstein. Auch der Juryvorsitzende, Prof. Dr. Till Tantau von der Universität Lübeck, unterstreicht die Leistung der Finalisten: „Informatiktalente, wie wir sie in diesen Tagen erlebt haben, werden dringend gebraucht und haben hervorragende Karriereaussichten.“ Für Jan Groeneveld ist klar, dass es für ihn nach seinem Abi mit Bits und Bytes weitergeht.
Der Bundeswettbewerb Informatik ist der traditionsreichste unter den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) und richtet sich an Jugendliche bis 21 Jahre, die sich noch nicht in einem Studium bzw. einer Berufstätigkeit befinden. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Informatik zu wecken sowie Informatik-Talente zu entdecken und zu fördern. Mit dieser Zielsetzung richtet BWINF neben dem Bundeswettbewerb zwei weitere Schülerwettbewerbe aus: den Informatik-Biber und den Jugendwettbewerb Informatik (JwInf). BWINF ist darüber hinaus für die Auswahl und Teilnahme des deutschen Teams bei der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) verantwortlich. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Träger sind die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI), der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und das Max-Planck-Institut für Informatik. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe sind von der Kultusministerkonferenz empfohlene Schülerwettbewerbe und stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
Feierliche Fairnissage zur Ausstellung
Kunst und Geschlechtergerechtigkeit anlässlich der Fairen Woche 2019
Am letzten Dienstag fand unsere diesjährige Vernissage im Rahmen der Fairen Woche in Braunschweig zum Thema Kunst und Geschlechtergerechtigkeit statt. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem sich unsere Schüler*innen mit dem jeweiligen aktuellen Thema der Fairen Woche künstlerisch auseinandersetzen. Für uns schon ganz selbstverständlich ist die Vernissage als Fairnissage zum festen Begriff geworden.
Bei der Vorbereitung stellte nicht nur das Thema Geschlechtergerechtigkeit eine besondere Herausforderung dar, sondern auch die Frage des Ausstellungsortes. Vor zwei Jahren hatten wir das Glück, die Arbeiten in der Magnikirche Braunschweig präsentieren zu dürfen. In der Entscheidung, unsere Schule als Ort für die Fairnissage zu wählen, sahen wir eine Chance, die Werke vielen Kolleg*innen und Schüler*innen vorzustellen und unsere Ausstellungen im Schulhaus um eine aktuelle Sonderausstellung zu bereichern und das Bewusstsein für diese Thematik zu schärfen.
Um das Thema Geschlechtergerechtigkeit im Fairen Handel zu verstehen, war es für uns wichtig, die Schüler*innen auf unterschiedlichen Ebenen an die gesellschaftliche Problematik heranzuführen. Wie fest ist in unseren Köpfen Geschlechter(un-)gerechtigkeit verankert?
In dem Zusammenhang hat die für unsere Region zuständige Eine-Welt-Promotorin Anna-Katharina Thiel im Rahmen ihrer bildungspolitischen Arbeit in verschiedenen Jahrgängen Impulsvorträge gehalten, die auch am Abend der Fairnissage zu erleben waren.
Insgesamt haben Schüler*innen aus fast allen Jahrgängen mit sehr unterschiedlichen künstlerischen Arbeiten zur Vielfalt und damit zum Gelingen der Ausstellung beigetragen. Zum Beispiel schmückten selbst gestaltete Postkarten aus der Mädchen- und Jungenwelt (Jahrgang 5) die Fensterbänke im C-Trakt, die zusammen mit liebevoll aufgefädelten Fundstücken eine nicht alltägliche, spielerische Stimmung im unteren Galeriegang verbreiteten. Um möglichst viele gelungene Schülerarbeiten zeigen zu können, wurden weitere Arbeiten auf Staffeleien präsentiert oder waren in einer Powerpointpräsentation zu sehen. Die Bandbreite der künstlerischen Techniken reichte von Grafiken, Malereien, Mischtechniken über Gipsplastiken und Tonbüsten, in denen die eigene Identität, Rollenbilder und -erwartungen thematisiert wurden und zum Nachdenken oder zum Schmunzeln anregten.
Um 17.30 Uhr wurde die Fairnissage mit einem eindrucksvollen Bühnenprogramm eröffnet. In seinen Begrüßungsworten stellte unser stellvertretender Schulleiter Herr Georgi die Veranstaltung in ihren schulgeschichtlichen Zusammenhang, denn an der Ricarda wird der Faire Handel seit 2006 unterstützt. Als Mitglieder der Fair-Trade-AG nahmen Gina Jane S. und Jan K. (Jg. 10) die Einführung in das Thema Geschlechtergerechtigkeit vor und erklärten das Anliegen der Fairnissage. Ella A. (Jg. 11) und Jonathan H. (Jg. 12) als Vertreter der Kunst- und DS-Kurse übernahmen die weitere Moderation und stellten die unterschiedlichen Werkgruppen vor.
Frau Klie sorgte mit der Bläserklasse der 6b sowie einem musikalischen Battle der Juniorband für einen tollen musikalischen Auftakt. Beeindruckt war das Publikum auch von der Darbietung am Klavier von Jakob L. (Jg. 12), der mit einer eigenen Komposition auf ein Werk der Ausstellung reagierte. Ein Highlight des Bühnenprogramms bildete die gemeinsame Performance der beiden DS-Kurse aus den Jahrgängen 11 und 12 von Frau Awe und Frau Strese, die erstmalig an diesem Tag zusammengeführt wurden und Alltagsbedingungen von Arbeiterinnen aus der Textilindustrie und Landwirtschaft des Globalen Südens thematisierten. Dieser besondere Auftritt rundete das Programm ab, bevor sich die Besucher*innen auf eigene Entdeckungstour durch die verschiedenen Galeriegänge und -räume begaben.
Die Pausenhalle wurde zum Aktionsraum mit vielfältigen Angeboten. Das Fair-Trade-Café sorgte für eine einladende Atmosphäre und leckere Snacks. Der Ehemaligenverein stellte mit dem Verkauf eines umweltfreundlichen Ricarda-Bechers kostenlos Mineralwasser zur Verfügung. Es gab eine „Selfiestation” und Infostände mit Mitmachaktionen der AGs Umweltschule (Herr Kahlert) und Schule mit Courage (Frau Sill).
Allen Beteiligten sagen wir herzlichen Dank, denn sie haben zum Gelingen dieses fächerübergreifenden Projekts beigetragen.
Wie schlau ist das denn? KI als Thema beim Tag der Talente in Berlin
Als Vertreter der Bundesweiten Informatikwettbewerbe ist Herr Sauerstein der Einladung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zum diesjährigen „Tag der Talente“ nach Berlin gefolgt. Dort hatte er die Möglichkeit sich neben der Ministerin mit den Leitern und Leiterinnen der verschiedenen Wettbewerbe wie dem Bundeswettbewerb Mathematik, Jugend gründet oder der Internationalen PhysikOlympiade auszutauschen. Auch Vertreter verschiedener Studienstiftungen, Forschungseinrichtungen oder der Medien waren anwesend.
In diesem Jahr ging es um Künstliche Intelligenz und die Frage, wie wir unser Leben mit KI gestalten wollen. Themen der dort angebotenen Workshops waren u. a. „Teste und bewerte Gesundheits-Apps“, „Experimentiere mit künstlicher Schwarmintelligenz“ oder „Wie verstehen künstliche neuronale Netze Bilder und Sprache“.
In seinem Festvortrag „Der große Umbruch“ beleuchtete Ranga Yogeshwar die Chancen und Gefahren von künstlicher Intelligenz, um diese anschließend mit der Bundesbildungsministerin und den Anwesenden zu diskutieren.
Ein Video und ausführliche Informationen gibt es unter diesem Link.
Auf einen Blick
Termine
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Erasmus + San Sebastián in Braunschweig
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