Politik-Wirtschaft

Die Fächerbezeichnung verweist auf die Vielfältigkeit des Faches. Neben der Politikwissenschaft finden sich wesentliche Aspekte der Wirtschaft und auch der Soziologie wieder. Gemäß unserem fächerübergreifenden und integrativen Ansatz brauchen wir aber auch Erkenntnisse aus der Philosophie, der Jurisprudenz und vielen weiteren Disziplinen. Ein unmittelbares Zusammenarbeiten ergibt sich innerhalb des Aufgabenfeldes B mit den Fächern Geschichte und Erdkunde.
Fixpunkt bleibt für uns die Organisation des menschlichen Zusammenlebens in Gesellschaften. Dabei gilt es, unter Nutzung bestimmter Fachkonzepte zur Erschließung lebensweltlicher Phänomene zu kommen. Fachkonzepte sind etwa zum Beispiel Macht oder Gemeinwohl. Die Politik, die Soziologie und die Ökonomie leiten dann zu begründeten Analysen und Beurteilungen gesellschaftlicher Phänomene und Entwicklungen. Damit können wir aus der Gegenwart in die Zukunft denken und unser Handeln aspektreich überdenken.
Unterrichtsthemen:
8. bis 10. Jahrgang (2 Std./Woche)

Verbindliche Themen:
Klasse 8

  • Konsumentscheidungen Jugendlicher
  • Politik im Nahbereich

Klasse 9

  • Unternehmen und Arbeitsbeziehungen
  • Der politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozess in der Bundesrepublik Deutschland

Klasse 10

  • Verfassungsprinzipien
  • Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft
  • Politik und Wirtschaft in der EU

Klasse 11.

  • Wandel der Arbeitswelt in der globalisierten Gesellschaft
  • Globale politische und ökonomische Prozesse

Im 11. Jahrgang findet ein dreiwöchiges Betriebspraktikum statt.

12./13. Jahrgang (2 bzw. 4Std./Woche)

Themenfolge:

  • 12/1: Politische Partizipation zwischen Anspruch und Wirklichkeit
  • 12/2: Soziale Marktwirtschaft zwischen Anspruch und Wirklichkeit
  • 13/1: Friedenssicherung als nationale und internationale Herausforderung
  • 13/2: Chancen und Risiken weltwirtschaftlicher Verflechtungen

Das Fach Politik-Wirtschaft kann in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe

  • als zweistündiges Ergänzungsfach
  • als dreistündiges Prüfungsfach auf grundlegendem Anforderungsniveau
  • als fünfstündiges Prüfungsfach auf erhöhtem Anforderungsniveau

angeboten werden.
Wissenschaftspropädeutik ist Aufgabe aller drei Facharten. Der Unterschied zwischen dem grundlegenden und dem erhöhten Anspruchsniveau besteht nicht im Umfang des Stoffes, sondern in dem Grad der Vertiefung und Intensivierung wissenschaftspropädeutischen Arbeitens.
Während der Unterricht auf grundlegendem Anforderungsniveau darauf zielt,

  • wesentliche Sachverhalte, Erkenntnisse, Strukturen, Methoden und Verfahrensweisen des Faches Politik-Wirtschaft zu vermitteln, sowie
  • grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten selbstständigen Analysierens und Bewertens zu entwickeln,

verfolgt der Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau die Intention einer exemplarisch vertieften wissenschaftspropädeutischen Bildung. Er dient in besonderem Maße der Studienvorbereitung, indem er stärker als der Unterricht auf grundlegendem Niveau

  • die Lernenden in zentrale Fragestellungen, Methoden und Reflexionen der Politik- und Wirtschaftswissenschaften einführt,
  • sie mit Theorien und Modellen vertraut macht sowie
  • ihnen ausreichend Gelegenheit bietet, über längere Zeiträume selbstständig zu arbeiten.